Groom-Blog Hamburger Derby/ Tag 6

Jun 5, 2019 - 07:30


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Lynn und Lena waren über Nacht geblieben und so waren wir am letzten Morgen zu dritt im Stall - welch ein Luxus. Nach gemeinsamer Stallarbeit gönnten wir uns ein Frühstück und bereiteten alles für die erste Prüfung, Jannes Amateur-S, vor.
Gut, dass wir so viele Hände hatten, denn zwischen den zwei Pferden war nur wenig Zeit. Während sich Janne auf Cadora schwang, brachten wir Casirus schon gleich mit zum Abreiteplatz. Cadora war heute früh zweites Pferd. Schnell, schön und souverän flog sie über die Hindernisse und ging in Führung. Dann hieß es schnell umsitzen und mit Casirus auf den Derby-Platz. Die beiden sind von Tag zu Tag mehr zur Einheit geworden. Aber leider fiel die Stange des letzten Sprungs, da nutzte auch die gute Zeit nichts. Die Führung blieb aber bis zum Ende und so siegten Cadora und Janne erneut. Und wir konnten nun zwei goldene Schleifen aus Hamburg mitbringen.

Dann gab es eine lange Pause. Hendrik war erst für die ZDF-Fernsehzeit, um 16:20 Uhr, eingeplant (woher wir die genaue Startzeit wussten, könnt ihr unten erfahren). Wir ruhten uns ein bisschen aus und versuchten, Lady Lordana abzukühlen. Es war nämlich 30 Grad heiß. Zwischendurch räumten wir schon die meisten Sachen in den LKW.

Dann ging es los! Monatelange Vorbereitung und Anspannung fanden ihren Höhepunkt.
Ich war ab dem Fertigmachen super nervös. Wahrscheinlich sogar nervöser als Hendrik.
Ein kleiner Marienkäfer flog auf Lady Lordanas Rücken. Da war ich mir sicher, dass damit das nötige Glück bei uns sein würde.

Hendrik und Lady Lordana waren voll motiviert. Das Abspringen klappte perfekt und sie gingen hoch konzentriert in die Arena. Tausende Zuschauer am Rand - und alle blickten auf die beiden. Bis zum Wall lief es wie am Schnürchen. Aber dann kamen sie, die blöden Flüchtigkeitsfehler.

Hendrik landete am Ende auf Rang 11 des Hamburger Spring-Derbys. Ob wir zufrieden waren? Ja, schon, Lady Lordana sprang toll und hat gekämpft. Beide sind topfit ans Ziel gekommen. Aber irgendwie hatten wir uns von diesem Springen mehr erhofft. Hendrik wurde von vielen als Favorit gehandelt und die Stute war so gut drauf, dass mehr drin gewesen wäre. Da sind wir alle natürlich schon etwas enttäuscht.

Aber insgesamt hätte das Wochenende kaum besser sein können. Sonnenschein und so viele Hamburger Schleifen wie noch nie. Alle Pferde haben sich toll gezeigt, waren fast immer gut platziert und wir hatten eine schöne Zeit.

Nun ist schon wieder alles vorbei. Zum Glück war unser Heimweg von Hamburg nicht sehr lang und so waren wir um 21 Uhr wieder zurück in Lemwerder.

Bis zum nächsten Mal
Celine 

P.S.: Weshalb wir die genaue Startzeit von Hendrik wussten und Janne es gerade so zu ihren Prüfungen geschafft hat, erklärt sie am besten selbst: „Ich arbeite in Hamburg seit mehreren Jahren im TV-Team. Wir fünf Mädels sorgen für den reibungslosen Ablauf rund ums Fernsehen. Vor den Live-Übertragungen werden Beiträge produziert, die dann als Einspieler gezeigt werden. Die Dreier-Teams aus Redakteur, Kamera und Technik werden bei dem Dreh immer von einem TV-Team-Mitglied begleitet. Wir beantworten Fragen zum Sport, organisieren Interviews mit Reitern und begleiten in den Stall oder Parcours.
Während der Liveübertragung halten wir die Zeit im Blick. Es gibt eine sekundengenaue Taktung für das komplette Springen. Diese muss eingehalten werden, damit die TV-Zeit optimal ausgenutzt wird. Dabei sind Team, Stewards und Richter sowie Aufnahmeleitung und Regie des Fernsehsenders immer im Gespräch. Und natürlich soll der Sieger interviewt werden, sobald der letzte Starter durch ist. So mancher Reiter versteckt sich da lieber im Stallzelt. Dann sind Überzeugungskraft und Schnelligkeit gefragt.“ 



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